August Deusser
Roter Viadukt. um 1913
Öl /Lw., 54 x 59 cm

Bornheimer Straße 96
53119 Bonn
Telefon: 0228 / 65 55 31
Fax: 0228 / 69 15 50
Mail: buero@august-macke-haus.de
 

 

August Deusser
Die Sonderbundjahre

Austellungsdauer:
27. Juni - 7. September 2003

Der Kölner Maler August Deusser (1870 – 1942) gehörte in den künstlerisch bewegten Jahren zwischen der Jahrhundertwende und dem Ersten Weltkrieg zu den maßgeblichen Vorkämpfern einer Abkehr vom Akademismus im Rheinland.

Nach seiner Lehre bei einem Dekorationsmaler und dem Besuch der Gewerblichen Fachschulen in Köln studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie. Als Meisterschüler Peter Janssens erlangte er schon ab 1897 mit konventioneller Historien- und Militärmalerei große Popularität, doch wandte er sich ab etwa 1902 entschieden der neuen Idee der Freilichtmalerei im Sinne Max Liebermanns zu.

A. Deusser, Selbstbildnis im grünen Rock, um 1911,

Öl /Lw., 65 x 52,5cm

Aus dieser Umorientierung resultierte auch sein energisches kulturpolitisches Engagement, das 1909 zur Gründung des Sonderbundes führte. Mit den unter Federführung Deussers veranstalteten Sonderbundausstellungen der Jahre 1909, 1910 und 1911 in Düsseldorf sowie der großen Schau in Köln 1912 - in der Deusser ein eigener Saal gewidmet war - gelang der Moderne auch im Rheinland der Durchbruch.

In die Sonderbundjahre fällt auch die bedeutendste Schaffensphase August Deussers. Ohne sich vom Gegenstand zu lösen, entwickelte er in Anlehnung an die Neoimpressionisten, die Fauves und Cézanne eine eigenständige freie und aufgelockerte Malweise. Thematisch stehen Landschafts- und Reiterbilder im Zentrum seiner Arbeit, die er seit 1917 als Leiter der Klasse für Historienmalerei an der Düsseldorfer Akademie auch als Lehrer fruchtbar machen konnte.
Das August Macke Haus stellt den für die rheinische Kunstszene vor dem Ersten Weltkrieg bedeutenden Kunstpolitiker August Deusser nun erstmals als Maler mit einer signifikanten Auswahl seiner Werke aus den Jahren 1898 bis 1914 vor.


A. Deusser, Exerzierende Kürassiere, um 1910/11,

Öl /Lw., 52 x 65 cm

Rund 40 Gemälde sowie Aquarelle und Skizzen veranschaulichen seine Entwicklung vom früh etablierten Historienmaler zum Verfechter der Moderne unter dem Einfluss der avantgardistischen französischen Malerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Werke entstammen dem umfangreichen Nachlass des Künstlers, der von der Antonie-Deusser-Stiftung in Bad Zurzach/ Schweiz in einem eigenen Museum betreut wird.

Kuratorin: Dr. Klara Drenker-Nagels

Ausstellung im August Macke Haus Bonn:
27. Juni - 7. September 2003

Katalog zur Ausstellung:
Zur Ausstellung wird eine Monographie angeboten: „August Deusser. Leben und Werk Hrsg. Klara Drenker-Nagels, Wienand-Verlag Köln, 30.- €

Öffnungszeiten:
Di – Fr. 14.30 – 18 Uhr, Sa, So u. feiertags 11 – 17 Uhr
Kostenlose Führung sonntags 11.30 Uhr