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August
Deusser
Die Sonderbundjahre
Austellungsdauer:
27. Juni - 7. September 2003
Der Kölner Maler August Deusser (1870 – 1942) gehörte
in den künstlerisch bewegten Jahren zwischen der Jahrhundertwende
und dem Ersten Weltkrieg zu den maßgeblichen Vorkämpfern einer
Abkehr vom Akademismus im Rheinland.
Nach seiner Lehre bei einem Dekorationsmaler und dem Besuch der Gewerblichen
Fachschulen in Köln studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie.
Als Meisterschüler Peter Janssens erlangte er schon ab 1897 mit konventioneller
Historien- und Militärmalerei große Popularität, doch
wandte er sich ab etwa 1902 entschieden der neuen Idee der Freilichtmalerei
im Sinne Max Liebermanns zu.
A. Deusser,
Selbstbildnis im grünen Rock, um 1911,
Öl /Lw., 65 x 52,5cm
Aus
dieser Umorientierung resultierte auch sein energisches kulturpolitisches
Engagement, das 1909 zur Gründung des Sonderbundes führte. Mit
den unter Federführung Deussers veranstalteten Sonderbundausstellungen
der Jahre 1909, 1910 und 1911 in Düsseldorf sowie der großen
Schau in Köln 1912 - in der Deusser ein eigener Saal gewidmet war
- gelang der Moderne auch im Rheinland der Durchbruch.
In die Sonderbundjahre fällt auch die bedeutendste Schaffensphase
August Deussers. Ohne sich vom Gegenstand zu lösen, entwickelte er
in Anlehnung an die Neoimpressionisten, die Fauves und Cézanne
eine eigenständige freie und aufgelockerte Malweise. Thematisch stehen
Landschafts- und Reiterbilder im Zentrum seiner Arbeit, die er seit 1917
als Leiter der Klasse für Historienmalerei an der Düsseldorfer
Akademie auch als Lehrer fruchtbar machen konnte.
Das August Macke Haus stellt den für die rheinische Kunstszene vor
dem Ersten Weltkrieg bedeutenden Kunstpolitiker August Deusser nun erstmals
als Maler mit einer signifikanten Auswahl seiner Werke aus den Jahren
1898 bis 1914 vor.

A. Deusser, Exerzierende Kürassiere, um 1910/11,
Öl /Lw., 52 x 65 cm
Rund 40 Gemälde sowie Aquarelle und Skizzen veranschaulichen seine
Entwicklung vom früh etablierten Historienmaler zum Verfechter der
Moderne unter dem Einfluss der avantgardistischen französischen Malerei
zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Werke entstammen dem umfangreichen
Nachlass des Künstlers, der von der Antonie-Deusser-Stiftung in Bad
Zurzach/ Schweiz in einem eigenen Museum betreut wird.
Kuratorin:
Dr. Klara Drenker-Nagels
Ausstellung im August Macke Haus Bonn:
27. Juni - 7. September 2003
Katalog zur Ausstellung:
Zur Ausstellung wird eine Monographie angeboten: „August Deusser.
Leben und Werk Hrsg. Klara Drenker-Nagels, Wienand-Verlag Köln, 30.-
€
Öffnungszeiten:
Di – Fr. 14.30 – 18 Uhr, Sa, So u. feiertags 11 – 17
Uhr
Kostenlose Führung sonntags 11.30 Uhr |
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