7. Oktober 2011 – 05. Februar 2012
Zwischen Madonna und Mutter Courage -
Zur Darstellung der Mutter in der Kunst von 1905 bis 1935
Die Darstellung von Mutter und Kind, die zu den wichtigen Motiven der Kunstgeschichte zählt, erfuhr vor dem Hintergrund der sich radikal wandelnden gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse im frühen 20. Jahrhundert und des damit einhergehenden Emanzipationsprozesses der Frauen eine ungewohnt vielfältige und aspektreiche Ausprägung, vor allem durch Künstlerinnen. Zum Ende des fatal verlaufenden Ersten Weltkriegs und im ersten Jahr der Weimarer Republik gaben besonders die rheinischen und Berliner Künstler auffallend häufig mit Madonnenvisionen ihren utopischen Hoffnungen auf die Geburt einer neuen Epoche durch die Geburt des Neuen Menschen Ausdruck. Künstlerinnen sahen die Rolle der Mutter, auch ihre eigene Rolle als Künstlerin und Mutter meistens deutlich realistischer und kritischer.
24. Februar – 28. Mai 2012
August Macke unterwegs –
Die Reisen des Künstlers
Hommage zum 125. Geburtstag
Die zahlreichen Reisen, die August Macke unternahm, führten ihn nicht nur kreuz und quer durch Deutschland, sondern vor allem nach Italien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, nach England, in die Schweiz und nach Tunesien sowie in die großen Kunstmetropolen nach Paris, London und Rom und hatten entscheidende Bedeutung für seine künstlerische Entwicklung. Die Ausstellung präsentiert zahlreiche Werke des Künstlers, die im Zusammenhang mit seinen vielen Reisen entstanden sind, und reflektiert vor dem Hintergrund der jeweiligen Reiseumstände und -motivation welche Landschaften, Motive und künstlerischen Vorbilder ihn besonders fesselten und inspirierten.
7. Juni – 23. September 2012
Farbe – Linie – Rhythmus
Der Expressionist Hermann Stenner
1891 – 1914
Der außergewöhnlich begabte Maler und Zeichner Hermann Stenner (1891–1914), der im Alter von nur 23 Jahren als Soldat zu Beginn des Ersten Weltkrieges starb, vollzog eine rasante künstlerische Entwicklung von realistischen Anfängen zu einer eigenständigen expressionistischen Bildsprache. Er hinterließ ein umfangreiches, in nur wenigen Jahren entstandenes Œuvre, das von großer Kreativität in der Auseinandersetzung mit den Strömungen der Moderne zeugt und ihn als auf der Höhe der damaligen Avantgarde arbeitend erweist. Im Zentrum der Ausstellung stehen Stenners Aquarelle und Zeichnungen sowie einige Gemälde, die in direkter Beziehung mit den ausgestellten Papierarbeiten stehen.
4. Oktober 2012 – 3. Februar 2013
»Im Garten der Kunst«
Hommage an Hans Thuar zum
125. Geburtstag
Mit seinen leuchtenden Landschaften, farbintensiven Stillleben und psychologisch feinsinnigen Porträts gehört Hans Thuar zum inneren Kreis der rheinischen Expressionisten. Nach einem schrecklichen Unfall im Kindesalter an den Rollstuhl gefesselt, entwickelte sich seine Kunst unter schwierigen äußeren Bedingungen. Inspirierend wirkte dabei die enge Freundschaft mit August Macke, dessen früher Tod Thuar in eine schwere Krise stürzte. Das August Macke Haus widmet Hans Thuar zum 125. Geburtstag eine umfangreiche Schau seines eindrucksvollen Werkes mit zahlreichen Arbeiten aus Privatbesitz.
(ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN)
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